EMuK im Herbst

Dienstag, 14.10.2014 EMuVernetzt: World Music-Plattformen in Österreich: Zikkurat und IG World Music Austria stellen sich vor

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Pausenraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Cornelius Holzer und Karim Othman-Hassan stellen Zikkurat vor: Zikkurat bezweckt die Förderung alter und traditioneller, aber auch zeitgenössischer kultureller und künstlerischer Strömungen Österreichs sowie anderer Länder, mit Fokus auf Musik, Tanz und Literatur. Es soll ein Dialog zwischen österreichischen und internationalen KünstlerInnen, zwischen alten und modernen Musikstilen sowie zwischen den dazugehörigen verschiedenen Kulturen geschaffen und ermöglicht werden. Dies soll über die Organisation kultureller Veranstaltungen, vor allem über Konzerte, Workshops, Lesungen und Ausstellungen, sowie durch das Einbeziehen bekannter als auch unbekannter, vor allem junger, österreichischer und internationaler KünstlerInnen geschehen.

Martina Laab und Katrin Pröll stellen IG World Music Austria vor: Die IG World Music Austria ist eine unabhängige Organisation und Plattform, die 2007 ins Leben gerufen wurde, um die AkteurInnen der österreichischen Weltmusikszene zu vernetzen und so ihre Sichtbarkeit und Präsenz zu stärken. Ein zentrales Anliegen der Plattform ist es, die Bedingungen für alle im Bereich Weltmusik tätigen Personen und Institutionen zu verbessern. Vor allem Kulturinitiativen, migrantische Vereine und MusikerInnen, die in Österreich ansässig geworden sind, brauchen Orientierung- und Vernetzungshilfen, wofür sich die IG World Music Austria einsetzen möchte.

 

Dienstag, 21.10.2014 EMuTreffen: Volkskultur als Gegenkultur

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Pausenraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Laura Unger stellt ihr Projekt „Volkskultur als Gegenkultur“ (Arbeitstitel) vor, das sich mit der Rolle des Volkstanzes in sozialen Bewegungen beschäftigt bzw. mit der Frage, ob und wie traditioneller Tanz als Protestform verwendet wird. Als internationale Beispiele  sind die Syntagma-Platz-Besetzung in Athen 2011, die Gezi-Park Besetzung in Istanbul 2013 und die kurdische Bewegung seit den 1970’ern von Interesse, vorerst jedoch liegt der Fokus auf Beispielen aus Wien, wie zum Beispiel den Dabke-Flashmobs am Stephansplatz. Laura Unger möchte sich sowohl auf theoretischer (z.B. mit den Methoden der Ethnochoreologie) als auch künstlerischer Ebene (z.B. aus der Perspektive des zeitgenössische Tanzes) diesem Thema nähern und der Auseinandersetzung entsprechend Arbeiten schaffen, schriftlich und/oder darstellend.

Laura Unger ist als freischaffende Tänzerin und Choreographin vor allem in Wien und Deutschland (Berlin, Dresden, Düsseldorf) tätig. Im Sommer 2013 hat sie das Bachelor-Studium „Tanz, Kontext und Choreographie“ am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz in Berlin mit einer Abschlussarbeit zum Thema Institutionskritik erfolgreich abgeschlossen. 2012 verbrachte sie ein Semester an der „Performing Arts“ Abteilung der Bilgi Universität in Istanbul.

 

Dienstag, 28.10.2014 EMuVortrag: Jessica Slavik: “How to Vocalize Multitudes” – Einblick in Methodik und Schlussfolgerungen nach Jo Estill

WO? Seminarraum des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie (AW U0213) Ungargasse 14, 2. Stock, 1030 Wien

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Jo Estill hat in den vergangenen 20 Jahren einen (natur-)wissenschaftlichen und entsprechend versucht unvoreingenommenen Zugang ins Gesangs-Curriculum integriert und somit dem verhangenen „Märchenwald“ des „proper singing“ die langersehnte Durchsichtigkeit verliehen. Zahlreiche sich hartnäckig haltende Klischees und Missverständnisse dürfen ausgehoben werden; im Zuge Estills Forschung wurde auch neues Vokabular entwickelt, an dessen Übersetzung ins Deutsche aktuell noch gearbeitet wird.Jessica Slavic wird aus der Sicht einer Performerin wie der einer Lehrenden ihre Erfahrungen mit dem Stimmtraining nach „Estill“ teilen und reflektieren. Dieser Vortrag soll zur wissenschaftlichen (und intuitiven) Diskussion einladen. Gerne können Gesangsaufnahmen aus dem Feld mitgebracht werden, deren stimmliche Besonderheiten nach Möglichkeit exemplarisch gemeinsam analysiert werden.
Jessica Slavik ist freischaffende Musikerin und Musiklehrende in Wien.

Dienstag, 4.11.2014 EMuTreffen: Interkultureller Musikdialog am Beispiel von “Silk Road”

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Pausenraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Das Silk Road Ensemble ist ein Repräsentant für interkulturelle Musikdialoge. Als internationale Gruppierung  funktioniert Silk Road wie eine musikalische Familie, die immer wieder auf gemeinsame Werte zwischen den vielfältigen Kulturen stößt. Was die Referentin persönlich mit dieser Familie verbindet und ins Gespräch bringt, ist, dass sie ihrer Kultur und den iranischen Klängen durch den Musiker „Kayhan Kalhor”  (Mitglied Silk Road) wieder näher kommt. Wie es Kayhan Kalhor gelingt, iranische Musik auf dem internationalen Podium zu repräsentieren und mit Silk Road krisenvermittelnde Musikdialoge zu schaffen, möchte Saeedeh Ghazi  in einem Projekt erarbeiten.

Mehr Infos findet ihr unter: http://www.silkroadproject.org/about-us

Saeedeh Ghazi hat im Iran persische Literatur studiert. Sie ist Sängerin und hat als Musikerin und Koordinatorin mit dem iranischen Orchester Simorq gearbeitet. Derzeit studiert sie Musikmanagement in Krems.

 

Mittwoch, 12.11.2014 verschoben!! auf 21.01.2015

EMuTreffen: Das FWF-Projekt Translingual Discourse in Ethnomusicology (TDE) und andere ethnomusikologische (Online-)Journals

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Seminarraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Univ.-Prof. Mag. Dr. Regine Allgayer-Kaufmann und Ass.-Prof. Mag. Dr. August Schmidhofer stellen das FWF-Projekt Translingual Discourse in Ethnomusicology (TDE) vor.

Translingual Discourse in Ethnomusicology (TDE) ist ein akademisches E-Journal (peer-reviewed), das einen Diskurs über sprachliche Grenzen hinweg fördert. Ethnomusikologische Artikel, die ursprünglich in einer anderen Sprache veröffentlicht wurden und deshalb möglicherweise nicht deren gebührende Anerkennung erlangen konnten, werden erneut  in englischer Übersetzung veröffentlicht. Die Artikelauswahl wird nach Vorschlägen eines internationalen Beratungsausschußes vorgenommen und üblicherweise nach Themen und Ausgaben zusammengestellt.

Das FWF-Projekt, welchem das Journal angehört, wird vorgestellt und damit das Gespräch für weitere ethnomusikologische Publikationsplattformen und Forschungsprojekte eröffnet.

Weitere Informationen finden Interessierte auf: https://www.tde-journal.org

Diese Veranstaltung findet mit der freundlichen Unterstützung von ICTM Austria statt.

Dienstag, 18.11.2014 EMuTreffen: „biologistisch“ vs. „soziologistisch“: „Gender“ und „Race“ im wissenschaftstheoretischen Diskurs

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Pausenraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr
Sonja Kieser spricht über die Begriffe “Race” und “Gender”: In einer Einführung werden die beiden kontroversen Begriffe aus dem aktuellen geisteswissenschaftlichen Diskurs „konstruiert“ und „dekonstruiert“ und in die Wissenschaftstheorie eingeordnet. Die gemeinsame Diskussion soll auf einer wissenschaftstheoretischen Metaebene der stattfinden, um eine möglichst neutrale Sicht der Konstruktionen herzustellen und zukunftsweisende Verwendungen vorzuschlagen.

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Wilkommen bei EMuK!

EMuK bezweckt die Förderung der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit Musik, Tanz und Theater aus allen Regionen der Welt und die Vernetzung und Zusammenarbeit von Nachwuchswissenschaftler_innen in diesem Bereich. Der Ethnomusikologische Kulturverein verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und spricht Interessierte aus verschiedenen Disziplinen an, sich an einem wissenschaftlichen Diskurs über Musik, Tanz und Theater zu beteiligen.
Wir bieten Studierenden und Nachwuchswissenschaftler_innen die Möglichkeit des wissenschaftlichen Austauschs über Musik, Tanz und Theater der Welt. Interessierte können Themen ihrer Wahl in einem außeruniversitären Rahmen präsentieren und mit EMuKolleg_innen diskutieren, reflektieren und Wissen und Erfahrungen austauschen. Die Veranstaltungen finden, wenn nicht anders angegeben, dienstags von 18:00 – ca. 20:00 Uhr statt – in Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft, Uni Wien, oder mit dem Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie, MDW.

EMuK im Mai & Juni 2014

mittwochs im Pauenraum (MuWi, 1. Stock) oder Seminnarraum (IVE, 2. Stock)

Mi 21.05.2014, 18:00 Pausenraum MuWi

EMuTreffen:
EMu-Identitäten

 

Da EMuK seit nunmehr drei Jahren aktiv ist und sich seither unsere individuellen Identitäten verändert haben, wollen wir über unsere Identität als Verein und über mögliche Perspektiven unserer Zukunft nachdenken. Auch noch-nicht Mitglieder sind herzlich eingeladen mitzudiskutieren!

Mi 28.05.2014, 18:00 Seminarraum
MuWi

EMuVortrag:
Work of Pain. Trauer und Geschlecht in kroatischen Totenklagen

(Mag. Marko Kölbl)

Thema des Vortrags ist das Verhältnis von Gender und Musik am Beispiel von burgenlandkroatischen und  kroatischen Totenklagen. Totenklagen gelten als weibliches Genre. Generell ist rituelle Trauerverarbeitung stark weiblich konnotiert. Marko Kölbl zeigt Rollenzuschreibungen bei rituell religiösen Praktiken auf, und stellt die Frage, wie durch diese Praktiken Genderideologien konstruiert, bestätigt und vermittelt werden.Genderspezifische Trauerformen, „gegendertes“ musikalisches Verhalten und Gendernormativität spielen dabei ineinander.Der Vortrag basiert auf eigenen Feldforschungen und Theorien aus der ethnomusikologischen Minderheitenforschung und den Gender Studies.

Mo 02.06.2014, 15:00 Pausenraum MuWi

EMuTreffen:
Generalversammlung

Mi 11.06.2014, 18:00 Pausenraum MuWi

EMuLiteratur:
Aesthetics as the Iconicity of Style

Steven Feld: “Aesthetics as Iconicity of Style, or ‚Lift-up-over Sounding‘: Getting into the Kaluli Groove”, in:  Yearbook for Traditional Music 20, 1988.

Mi 18.06.2014, 18:00 Pausenraum MuWi

EMuVortrag:
Türkische/Arabische modale Musiktheoriemodelle

Die Idee zu einem Termin zur orientalischen Musiktheorie entstand anlässlich des EMu-Vortrages „Die Theorie nahöstlicher Musik am Beispiel der Oud“ von Ziad Rajab im März dieses Jahres, wo dieses Theoriemodell aus Interpretensicht vorgestellt wurde. Michael Hagleitner wird dieses Theoriesystem für Musikwissenschafter_innen aufbereiten, und die wesentlichen Konzepte insbesondere anhand der osmanischen (türkischen) Musiktheorie erklären, die sich auf die arabischen Theoretiker des 1. Jahrtausends, und auf Pythagoras beruft.Dieser Termin ist auch für Kolleg_innen aus dem historischen Bereich interessant, denn die nahöstliche Musiktheorie bietet Konzepte an, mit denen sich Probleme elegant darstellen lassen, welche die westliche Musiktheorie jahrhundertelang beschäftigt haben, die man im Westen mit mitteltöniger Stimmung und verschiedenen Temperierungsvarianten zu lösen versuchte. Es erlaubt eine Unterscheidung zwischen pythagoräischer Terz  und Naturterz, „großem und kleinem“ Ganzton und Halbton usw. Die kleinste Einheit dieses Theoriemodel ist nicht der Halbton, sondern ein als Komma bezeichneter Neuntelton. Das Modell basiert nicht auf Tonleitern, sondern auf Tetrachorden und Pentakorden, durch deren Kombination eine Vielzahl von modalen Tonarten (Makamlar, Maqamat) beschrieben werden können.

Mi 25.06.2014, 19:00 Seminarraum
MuWi, Uni Wien

EMuVortrag:
Wie Monaco F den Hiphop bayerisch gemacht hat

(MMag. Lorenz Beyer)

Im Vortrag „Wie Monaco F den Hiphop bayerisch gemacht hat“ präsentiert Lorenz Beyer erste Ergebnisse seiner Dissertation „Transkulturelle Musikprozesse in Oberbayern“. Am Beispiel des Rappers und Beatproduzenten Monaco F zeigt er musikalische Glokalisierungsprozesse auf. Monaco F hat sich einer global verbreiteten und damit entbetteten Musikform verschrieben, dem Hiphop. Dennoch ist es ihm wichtig, seine Musik in Bayern zu verorten. Dass er sich zu dieser Wiedereinbettung entschied, ist alles andere als selbstverständlich und hängt mit der Findung seiner Identität zusammen. Wie ihm die Verortung gelingt, zeigt Lorenz Beyer am Beispiel des Tracks „Bierallergie“.

EMuK im März & April 2014

mittwochs im Pauenraum (MuWi, 1. Stock) oder Seminnarraum (IVE, 2. Stock)

Mi 19.03.2014, 18:00 Pausenraum MuWi

 

EMuTreffen:
Die Sammlung des Thalitas-Projektes und die Internetapplikation Musical Routes: Eine innovativ gestaltete Quelle zur Musik Kretas.

 

Im Rahmen der Internetapplikation Musical Routes wird das ethnographisch-empirische Material zweier Forschungsprojekte zur Violin- bzw. Lyratradition Kretas aus dem Zeitraum 1998-2006 verfügbar gemacht. Es handelt sich dabei um eine innovative Art, das Ergebnis umfangreicher Feldforschung zu veröffentlichen. Die Sammlung besteht aus 109 umfangreichen Interviews und 1182 Musikaufnahmen (Audio und Video). Die Interviews wurden komplett transkribiert, in 3000 Textpassagen aufgeteilt, mit 1169 Schlagwörter zu  280 Themenbereichen klassifiziert und über eine Webdatenbank zugänglich gemacht. Dies erlaubt eine gezielte Recherche und stellt eine besonders wertvolle und umfangreiche Quelle zur Musik Kretas dar.Da sich Michael Hagleitner sowohl mit der Musik Kretas beschäftigt, als auch selbst Datenbanken erstellt und den hier verfolgten Ansatz besonders zielführend (weil nützlich) findet, möchte er uns diesen kurz vorstellen. Diese Art der Präsentation der „Quellen“ hat eine eigene Qualität, die anhand einiger Beispiele aus dem Material der Sammlung demonstriert werden soll.

Do 27.03.2014, 18:00 HS1 MuWi

EMuVortrag:
Die Theorie nahöstlicher Musik am Beispiel der Oud

 

(Ziad Rajab)

Der Vortragende Ziad Rajab gibt anhand praktischer Beispiele auf der arabischen Kurzhalslaute Oud einen Überblick über die arabische Musiktheorie. Behandelt wird die Dur-Skala in der natürlichen Stimmung, basierend auf der antiken Theorie des persischen Wissenschaftlers Al Farabi (9 Jh.) in seinem Werk „Al Kitab al Kabir”. Die Hauptthemen des Vortrags sind Tetrachorde, Pentachorde und Maqams. Der in Aleppo, Syrien, geborene Oud-Musiker und Instrumentenhersteller Ziad Rajab  gilt als einer der repräsentativen Musiker der syrischen Schule der arabischen Kurzhalslaute.Hinweise zu Musikworkshop und Konzert: siehe Veranstaltungen.

Mi 02.04.2014, 18:00 Seminarraum IVE

EMuVortrag:
Setar und Daf – Einführung in die persische Musik

 

(Hamid Mehregan)

Dieser Vortrag gibt einen allgemeinen Einblick in die persische Musik, die anhand von  zwei verschiedenen Instrumenten, Setar (persische Langhalslaute) und Daf  Rahmentrommel), in ihrer Praxis erklärt werden soll. Hamid Mehregan wurde 1964 im Iran geboren. Er wuchs in einer musikalischen Familie auf und kam früh in Kontakt mit den verschiedenen Instrumenten seines Heimatlandes. Seit 1989 lebt er in Österreich, wo er als Musiker, Komponist und Setar-Lehrer arbeitet.

Mi 09.04.2014, 18:00 Seminarraum IVE

EMuVortrag:
Musik und Tabus im Leben der Tao (Taiwan)

 

(Mag.a Wei-Ya Lin)

Tao (達悟), auch bekannt als Yami (雅美), ist der Name einer der vierzehn anerkannten Ureinwohner-Volksgruppen in Taiwan (Republic of China). Sie leben auf „ponso no tao“ –  auf der „Insel der Menschen“. Aufgrund der schönen Orchideen auf der Insel nannten die Taiwanesen sie Lanyu (蘭嶼) auf Chinesisch, Orchideeninsel. Sie liegt süd-östlich von Taiwan im West-Pazifik. Die Sprache der Tao gehört zur austronesische Sprachfamilie und wird mündlich überliefert. Die traditionelle Musik der Tao besteht hauptsächlich aus Gesängen, die ihre Geschichte und Erfahrungen tradieren, Emotionen ausdrücken und die Kommunikation mit Mitmenschen und „non-human“ ermöglichen. Welche Rolle spielen Tabus beim traditionellen Singen? Wie beeinflussen die Tabus das Singen und umgekehrt? In diesem Vortrag wird Wei-Ya Lin über die Beziehung zwischen dem traditionellen Singen und den Tabus bei den Tao sprechen.

Mi 30.04.2014, 18:00 Pausenraum MuWi

EMuLiteratur:
Dance Style / Aesthetics

 

Kaeppler, Adrienne (2001): “Dance and the Concept of Style”, in Yearbook for Traditional Music,  33, S. 49-63. & Kaeppler, Adrienne (2003): “An introduction to Dance Aesthetics”, in: Yearbook for Traditional Music, 35, S. 153-162.

EMuK im Dezember 2013 & Jänner 2014

EMuK im Dezember & Jänner

dienstags im Pauenraum (MuWi, 1. Stock)

Di 18:00 10.12.2013
im Pausenraum

EMuTreffen: Ethnomusikologie re-examined

Interdisziplinarität go oder no-go? Wie kann die Musikwissenschaft die Trennung von Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften überwinden, um eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zu erreichen? Wie könnte diese aussehen und welche Probleme würde eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit Musik in sich bergen? Die theoretische Diskussion soll anhand eines möglichen Forschungsdesigns geprüft werden und zukunftsweisende Problemlösungen kritisch hinterfragen.

Di 18:00 14.01.2014
im Pausenraum

EMuTreffen: Musik und Tabus
ABGESAGT!!!

Bei diesem EMuTreffen wird eine Auseinandersetzung mit den Funktionen von Tabus in traditionellen Gesellschaften stattfinden. Am Beispiel der Gesellschaft der Tao (auf der Insel Lan Yu, Republik China) wird die Beziehung von Musik und Tabus beleuchtet.

Di 18:00 21.01.2014
im Pausenraum

EMuTreffen:Evolutionary Musicology

“Is Music the most important thing we ever did?” (Ian Cross 1999)
Anhand eines Kurzvortrags und in der anschließenden Diskussion wollen wir die komplexe Beziehung zwischen Natur und Kultur – an dessen Schnittpunkt Musik angesiedelt werden kann – aufzeigen. Durch eine historische Aufarbeitung und einer kritischen Auseinandersetzung mit den wichtigsten Theorien, von Charles Darwin bis zu Aniruddh Patel, werden die Ergebnisse der Evolutionary Musicology zusammengefasst und diskutiert.

Di 18:00 28.01.2014
Im Seminarraum,

mit Wein und kleinem Buffet!

 

EMuVortrag:

Flamenco-Fusion

Entstehung und Rezeption hybrider Musikprojekte in Spanien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus Sicht seiner ProtagonistInnen

(Mag. Cornelius Holzer)

Im Zentrum des Vortrags steht die musikalische Fusion vom traditionellen Flamenco und der Rockmusik. Sowohl Spanien als auch die USA waren in den 1950er-, 1960er- und 1970er Jahren ein Schauplatz großer politischer und sozialer Veränderungen: Während Spanien unter dem Franco-Regime litt, etablierte sich in den Vereinigten Staaten die angloamerikanische Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre, kurz Hippie-Bewegung. Im Jahr 1953 schloss Spanien während des Kalten Krieges mit den USA ein Abkommen, welches die Errichtung amerikanischer Militärbasen in Andalusien zur Folge hatte. Neben vielen anderen Produkten gelangten auch Schallplatten amerikanischer Rockmusik an die Bevölkerung vor Ort, welche junge FlamencokünstlerInnen zu neuen musikalischen Fusionen inspirierte, die heute als Flamenco-Rock, Flamenco-Blues, Flamenco Punk oder Nuevo Flamenco bekannt sind.

EMuK im November

EMuK im November

dienstags im Pauenraum (MuWi, 1. Stock)

Di 18:00 12.11.2013
im Pausenraum

EMuTreffen: (Re)Visiting Conferences: WOMEX Music Expo, ESEM, ICTM.

In diesem Treffen wird über Vorbereitung und Teilnahme an internationalen Konferenzen berichtet. Vom Call for Papers bis zu Finanzierungsmöglichkeiten werden verschiedene Aspekte des „Konferenzlebens“ besprochen, sowie Erfahrungen der vergangenen Konferenz-Saison ausgetauscht.Die World Music Expo zum Beispiel fand Ende Oktober in der walisischen Hauptstadt Cardiff statt. Die WOMEX war ein spannender Melting-Pot aus Musikschaffenden, KünstlermanagerInnen und KonzertorganisatorInnen, Labels, MedienspezialistInnen und VertreterInnen der internationalen Musikbranche. Nora Bammer de Rodriguez und Lukas Handle geben uns einen Bericht über die Messe, Konferenzen, Konzerte und den brodelnden WOMEX-Spirit.

Di 18:00 19.11.2013
im Pausenraum

EMuTreffen: Musik und Bedeutung

Was Musik bedeutet ist schwer zu fassen, und doch ein zentrales Thema vieler Debatten in und außerhalb der Musikwissenschaften. Liegt die Bedeutung im musikalischen Kontext? In der Erfahrung eines Hörer? Oder in Interaktion? Wir diskutieren Nicholas Cooks Modell der „Musikalischen Bedeutung“ anhand des Textes „Music and Meaning in the Commercials“.

Di 18:00 26.11.2013
Im Hörsaal 1

EMuVortrag:

Die Frauen in der Musik Ost­- und Südostafrikas

Vortrag mit Musik- und Videobeispielen aus Mosambik, Malawi un Tanzania
(Univ-Prof.in Dr.in Regine Allgayer-Kaufmann)

In dem großen und von musikalischer Vielfalt gekennzeichneten Kulturraum von Malawi und Mosambik gibt es nur wenige Frauen, die Musikinstrumente spielen. Frauen spielen – wenn überhaupt – nur gelegentlich. Die Musikinstrumente, die sie spielen – wie etwa Mundbogen oder Xylophon – sind nicht ausschließlich Fraueninstrumente, es sind Instrumente die auch von Männern gespielt werden. Allerdings spielen die Frauen nicht die – im wörtlichen wie auch im figurativen Sinn – großen Instrumente, sondern kleinere Ausführungen derselben, Instrumente, wie man sie auch für Kinder fertigt;  Instrumente, die einfach(er) herzustellen sind und die nicht (so) viel kosten.Die muheme Trommlerinnen in Zentraltanzania fügen sich jedoch ganz und gar nicht in dieses klischeehafte Bild. Ihre Musik genießt ein hohes gesellschaftliches Prestige, die muheme Trommeln werden bis heute ausschließlich von Frauen gespielt, und zwar grundsätzlich von Frauen jeden Alters.Im Vortrag wird es darum gehen, diese Beobachtungen aus dem Feld aus einer an Gendertheorien orientierten Perspektive zu betrachten und zu diskutieren.

EMuK im Oktober

EMuK im Oktober

dienstags im Pauenraum (MuWi, 1. Stock)

Di 18:00 01.10.2013

EMuTreffen zum Semesterstart

Du warst noch nie bei einer EMuK-Veranstaltung und fragst dich schon seit längerem, wofür wohl diese Abkürzung steht – und was wir so machen? Komm zum ersten EMuK-Treffen im neuen Semester! In gemütlicher Atmosphäre besprechen wir kommende Projekte und plaudern über Musik, Tanz und Theater der Welt. Studierende aller Disziplinen sind herzlich eingeladen!

Di 18:00 08.10.2013

EMuTreffen: Ethnomusikologie: Über das „Ethno- unter den Ologien“

Bei diesem EMuTreffen wollen wir über die Identität der Ethnomusikologie reflektieren: Über das „Ethno- unter den Ologien“ und darüber, ob sie eine andere oder „die“ Musikwissenschaft darstellt. Für die Diskussion dieser und anderer Fragestellungen werden Auszüge aus dem Büchern nettl’s elephant (Nettl 2010) und the new (Ethno)musicologies (Stobart 2008) herangezogen.

Di 18:00 15.106.2013

EMuTreffen: Applied Ethnomusicology

Was ist Applied Ethnomusicology bzw. was kann es sein? Anhand unterschiedlicher Definitionen, Thesen, positiver sowie negativer Beispiele, anhand von Literatur und persönlichen Erfahrungen während der ICTM Weltkonferenz in Shanghai 2013 wird Wei-Ya Lin verschiedene Aspekte der Applied Ethnomusicology zur Diskussion stellen.

Di 18:00 22.10.2013

EMuLiteratur: On Relfexivity (Salzman 2002)

Schon seit den 1960ern wird das Konzept der Reflexivität von EthnographInnen und TheoretikerInnen (weiter)entwickelt und führte in den 1980ern und -90ern zu einem Höhepunkt der Reflexivität in der KSA und Ethnologie. Doch kann Reflexivität das auch wirklich leisten, was sie verlangt? Salzman analysiert dies und weitere Fragen zu Subjektivität und der Positioniertheit der ForscherIn in seinem Aufsatz auf kritische Weise.

Philip Carl Salzman: On Reflexivity (In: American Anthropologist, New Series, Vol. 104, No. 3, 2002, S. 805-813)

Di 18:00 29.10.2013

EMuLausch: Auf den Spuren des Tarantismus

Der erste EMuLausch des neuen Studienjahres widmet sich der kleinen Halbinsel Salento im Süden Italiens. Mag.a Sonja Kieser präsentiert Aufnahmen von einer Forschungsreise Ende Juni 2013 auf das Fest des Heiligen Paulus und Pietro nach Galatina und spricht über den Wandel in Musik und Tanz des Tarantismus. Doch all jene, die den Biss der taranta hören möchten, müssen enttäuscht werden, denn die Zeit des Tarantismus ist vorüber. Grölende (Kultur-) TouristInnen säumen den Eingang der Kapelle, die einst von den Gebissenen zur Heilung aufgesucht wurde. Vor der großen Kirche des Heiligen Pietro (Petrus) versammelt sich eine kleine Menschengruppe mit Instrumenten, die von den Touristen kaum beachtet wird. Hier findet sich eine Gruppe Einheimischer wohl eines der letzten Male ein, um das Heiligenfest des Tarantismus zu feiern. Mit dem unrund laufenden Rhythmus der Menschentraube im Hintergrund spüren Sie, dass Galatina kein geschützter Ort mehr für ihr Brauchtum ist.

Rückblick EMuLausch

Mag. Lukas Grösel hat einer kleinen interessierten Gruppe eine akustische Weltreise mit Maultrommel vorgestellt.
Bei der Maultrommel handelt es sich um ein geographisch sehr weit verbreitetes Instrument, man kann ihr heute auf der ganzen Welt in den unterschiedlichsten Formen begegnen. So Variantenreich die verschiedenen, zahllos erscheinenden, Typen der Maultrommel sind, so ist auch die Art und Weise sie zu spielen von Kultur zu Kultur sehr unterschiedlich.

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Vom Maultrommel-Jodler bis zur jakutischen Maultrommel-Improvisation; von der Verwendung der Maultrommel als Mittel sprachlichen Ausdrucks bishin zur Maultrommel in Südpazifischer Unterhaltungsmusik; über alle Kontinente in unterschiedlichsten Kontexten über alle Kontinente verbreitet demonstrierte Lukas Grösel eindrucksvoll die unglaubliche Vielfalt dieses unscheinbaren Instrumentes.

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An diese 14 chromatisch gestimmten Maultrommeln kam Lukas Grösel während der Recherche zu seiner Diplomarbeit, „Die Maultrommel als Kommunikationsmittel (2012).
Die Zuhörer des EMuLausch hatten auch das Vergnügen kurze Live-Vorstellungen zu hören und verschiedente Spieltechniken live vorgestellt zu bekommen. Wie vielfältig die Maultrommel einzusetzen ist stellt Lukas Grösel in seiner Band Zapp Galura unter Beweis, beim song Sheist.

Der EMuLausch war ein würdiger Abschluss eines ereignisreiches Semesters…wir wünschen allen erholsame Sommerferien und freuen uns schon auf den Herbst!
(LP)

EMuK im Juni

EMuK im Juni

dienstags im Pauenraum (MuWi, 1. Stock)

Di 18:00 04.06.2013

EMuLiteratur: Emotionen in der Musik und Musikwissenschaft

Emotionen sind ein boomendes Thema in der medial-öffentlichen Welt, wie auch in verschiedenen Wissenschaftsfeldern. Wie gehen wir mit ihnen in der Ethnomusikologie um? Nach einem kurzen Literaturbericht zur Definition sowie zu Emotionen als kulturwissenschaftliches Forschungsgebiet allgemein, soll anhand Judith Beckers Artikel „Exploring the Habitus of Listening“ (in Juslin (Hg.) 2010) die Frage der kulturellen Konstruktion von Emotionen diskutiert werden.

Di 18:00 11.06.2013

EMuTreffen: Cultural Neuroscience und Cross-cultural Psychology

1907 stellte Franz Boas die Frage, warum kulturelle Unterschiede existieren und worin der Ursprung der menschlichen Vielfalt liegt. Die kulturelle Neurowissenschaft vereint Methoden und Theorien der Biologie und Kulturwissenschaften, um die wechselseitigen Beziehungen zu ergründen, wie die Humanbiologie Formen von Kultur bedingt und wie Kultur entsteht. Die interkulturelle Psychologie erforscht kulturelles Lernen, Verstehen und Handeln, um z.B. interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Welche Erkenntnisse dieser Disziplinen sind für die Ethnomusikologie von Bedeutung und welche Skills machen EthnomusikologInnen zu unverzichtbaren AnsprechpartnerInnen für interdisziplinäre Ansätze der Neurowissenschaft und Psychologie?

Di 18:00 18.06.2013

EMuTreffen: Offener Termin

Dieser Termin ist freigehalten für die Diskussion eines aktuellen Themas bzw. Abschlussarbeit. Das genaue Thema wird kurzfristig bekannt gegeben werden.

Di 18:00 25.06.2013

EMuLausch: Die Maultrommel, eine akustische Weltreise

Bei der Maultrommel handelt es sich um ein geographisch sehr weit verbreitetes Instrument, man kann ihr heute auf der ganzen Welt in den unterschiedlichsten Formen begegnen. So Variantenreich die verschiedenen, zahllos erscheinenden, Typen der Maultrommel sind, so ist auch die Art und Weise sie zu spielen von Kultur zu Kultur sehr unterschiedlich. Ziel dieses Lauschs ist es dem Hörer die Differenz des weltweit auftretenden Maultrommelspiels näher zu bringen. Mit Tonbeispielen vom Maultrommel-Jodler bishin zur jakutischen Maultrommel-Improvisation, von der Verwendung der Maultrommel als Mittel sprachlichen Ausdrucks bishin zur Maultrommel in Süd pazifischer Unterhaltungsmusik, wird versucht der Vielfalt dieses Instruments durch eine akustische Weltreise Rechnung zu tragen.