Archiv der Kategorie: Aktuelle Termine

EMuK im März & April 2014

mittwochs im Pauenraum (MuWi, 1. Stock) oder Seminnarraum (IVE, 2. Stock)

Mi 19.03.2014, 18:00 Pausenraum MuWi

 

EMuTreffen:
Die Sammlung des Thalitas-Projektes und die Internetapplikation Musical Routes: Eine innovativ gestaltete Quelle zur Musik Kretas.

 

Im Rahmen der Internetapplikation Musical Routes wird das ethnographisch-empirische Material zweier Forschungsprojekte zur Violin- bzw. Lyratradition Kretas aus dem Zeitraum 1998-2006 verfügbar gemacht. Es handelt sich dabei um eine innovative Art, das Ergebnis umfangreicher Feldforschung zu veröffentlichen. Die Sammlung besteht aus 109 umfangreichen Interviews und 1182 Musikaufnahmen (Audio und Video). Die Interviews wurden komplett transkribiert, in 3000 Textpassagen aufgeteilt, mit 1169 Schlagwörter zu  280 Themenbereichen klassifiziert und über eine Webdatenbank zugänglich gemacht. Dies erlaubt eine gezielte Recherche und stellt eine besonders wertvolle und umfangreiche Quelle zur Musik Kretas dar.Da sich Michael Hagleitner sowohl mit der Musik Kretas beschäftigt, als auch selbst Datenbanken erstellt und den hier verfolgten Ansatz besonders zielführend (weil nützlich) findet, möchte er uns diesen kurz vorstellen. Diese Art der Präsentation der „Quellen“ hat eine eigene Qualität, die anhand einiger Beispiele aus dem Material der Sammlung demonstriert werden soll.

Do 27.03.2014, 18:00 HS1 MuWi

EMuVortrag:
Die Theorie nahöstlicher Musik am Beispiel der Oud

 

(Ziad Rajab)

Der Vortragende Ziad Rajab gibt anhand praktischer Beispiele auf der arabischen Kurzhalslaute Oud einen Überblick über die arabische Musiktheorie. Behandelt wird die Dur-Skala in der natürlichen Stimmung, basierend auf der antiken Theorie des persischen Wissenschaftlers Al Farabi (9 Jh.) in seinem Werk „Al Kitab al Kabir”. Die Hauptthemen des Vortrags sind Tetrachorde, Pentachorde und Maqams. Der in Aleppo, Syrien, geborene Oud-Musiker und Instrumentenhersteller Ziad Rajab  gilt als einer der repräsentativen Musiker der syrischen Schule der arabischen Kurzhalslaute.Hinweise zu Musikworkshop und Konzert: siehe Veranstaltungen.

Mi 02.04.2014, 18:00 Seminarraum IVE

EMuVortrag:
Setar und Daf – Einführung in die persische Musik

 

(Hamid Mehregan)

Dieser Vortrag gibt einen allgemeinen Einblick in die persische Musik, die anhand von  zwei verschiedenen Instrumenten, Setar (persische Langhalslaute) und Daf  Rahmentrommel), in ihrer Praxis erklärt werden soll. Hamid Mehregan wurde 1964 im Iran geboren. Er wuchs in einer musikalischen Familie auf und kam früh in Kontakt mit den verschiedenen Instrumenten seines Heimatlandes. Seit 1989 lebt er in Österreich, wo er als Musiker, Komponist und Setar-Lehrer arbeitet.

Mi 09.04.2014, 18:00 Seminarraum IVE

EMuVortrag:
Musik und Tabus im Leben der Tao (Taiwan)

 

(Mag.a Wei-Ya Lin)

Tao (達悟), auch bekannt als Yami (雅美), ist der Name einer der vierzehn anerkannten Ureinwohner-Volksgruppen in Taiwan (Republic of China). Sie leben auf „ponso no tao“ –  auf der „Insel der Menschen“. Aufgrund der schönen Orchideen auf der Insel nannten die Taiwanesen sie Lanyu (蘭嶼) auf Chinesisch, Orchideeninsel. Sie liegt süd-östlich von Taiwan im West-Pazifik. Die Sprache der Tao gehört zur austronesische Sprachfamilie und wird mündlich überliefert. Die traditionelle Musik der Tao besteht hauptsächlich aus Gesängen, die ihre Geschichte und Erfahrungen tradieren, Emotionen ausdrücken und die Kommunikation mit Mitmenschen und „non-human“ ermöglichen. Welche Rolle spielen Tabus beim traditionellen Singen? Wie beeinflussen die Tabus das Singen und umgekehrt? In diesem Vortrag wird Wei-Ya Lin über die Beziehung zwischen dem traditionellen Singen und den Tabus bei den Tao sprechen.

Mi 30.04.2014, 18:00 Pausenraum MuWi

EMuLiteratur:
Dance Style / Aesthetics

 

Kaeppler, Adrienne (2001): “Dance and the Concept of Style”, in Yearbook for Traditional Music,  33, S. 49-63. & Kaeppler, Adrienne (2003): “An introduction to Dance Aesthetics”, in: Yearbook for Traditional Music, 35, S. 153-162.
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EMuK im Dezember 2013 & Jänner 2014

EMuK im Dezember & Jänner

dienstags im Pauenraum (MuWi, 1. Stock)

Di 18:00 10.12.2013
im Pausenraum

EMuTreffen: Ethnomusikologie re-examined

Interdisziplinarität go oder no-go? Wie kann die Musikwissenschaft die Trennung von Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften überwinden, um eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zu erreichen? Wie könnte diese aussehen und welche Probleme würde eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit Musik in sich bergen? Die theoretische Diskussion soll anhand eines möglichen Forschungsdesigns geprüft werden und zukunftsweisende Problemlösungen kritisch hinterfragen.

Di 18:00 14.01.2014
im Pausenraum

EMuTreffen: Musik und Tabus
ABGESAGT!!!

Bei diesem EMuTreffen wird eine Auseinandersetzung mit den Funktionen von Tabus in traditionellen Gesellschaften stattfinden. Am Beispiel der Gesellschaft der Tao (auf der Insel Lan Yu, Republik China) wird die Beziehung von Musik und Tabus beleuchtet.

Di 18:00 21.01.2014
im Pausenraum

EMuTreffen:Evolutionary Musicology

“Is Music the most important thing we ever did?” (Ian Cross 1999)
Anhand eines Kurzvortrags und in der anschließenden Diskussion wollen wir die komplexe Beziehung zwischen Natur und Kultur – an dessen Schnittpunkt Musik angesiedelt werden kann – aufzeigen. Durch eine historische Aufarbeitung und einer kritischen Auseinandersetzung mit den wichtigsten Theorien, von Charles Darwin bis zu Aniruddh Patel, werden die Ergebnisse der Evolutionary Musicology zusammengefasst und diskutiert.

Di 18:00 28.01.2014
Im Seminarraum,

mit Wein und kleinem Buffet!

 

EMuVortrag:

Flamenco-Fusion

Entstehung und Rezeption hybrider Musikprojekte in Spanien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus Sicht seiner ProtagonistInnen

(Mag. Cornelius Holzer)

Im Zentrum des Vortrags steht die musikalische Fusion vom traditionellen Flamenco und der Rockmusik. Sowohl Spanien als auch die USA waren in den 1950er-, 1960er- und 1970er Jahren ein Schauplatz großer politischer und sozialer Veränderungen: Während Spanien unter dem Franco-Regime litt, etablierte sich in den Vereinigten Staaten die angloamerikanische Gegenkultur der 1960er und 1970er Jahre, kurz Hippie-Bewegung. Im Jahr 1953 schloss Spanien während des Kalten Krieges mit den USA ein Abkommen, welches die Errichtung amerikanischer Militärbasen in Andalusien zur Folge hatte. Neben vielen anderen Produkten gelangten auch Schallplatten amerikanischer Rockmusik an die Bevölkerung vor Ort, welche junge FlamencokünstlerInnen zu neuen musikalischen Fusionen inspirierte, die heute als Flamenco-Rock, Flamenco-Blues, Flamenco Punk oder Nuevo Flamenco bekannt sind.