Archiv für den Monat November 2015

EMuK im November & Dezember 2015

Di, 17.11.2015, 17:30 Uhr, EMuOrganisation

Besprechung von zukünftigen EMuK-Projekten

Ort: Pausenraum im 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

 

Do, 26.11.2015, 17:30 Uhr, EMuVortrag

Gesangstraditionen bei den Old Order-Amischen in Kalona (Iowa, USA), ein Feldforschungsbericht von Thomas Nußbaumer

Ort: Pausenraum im 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

Der Referent unternahm zwischen 2005 und 2015 vier Exkursionen zu den Old Order Amischen in Kalona, Iowa, um ihre überlieferte Musik aufzuzeichnen: die im Gottesdienst gesungenen „slow tunes“ („langsamen Weisen“), deren Wurzeln in Europa im 16. Jahrhundert liegen, die geistlichen „fast tunes“ der Jugendlichen bei ihren „meetings“ und die Volkslieder, z. T. aus europäischer, z. T. aus der pennsylvaniadeutschen Überlieferung. Bei dieser Gelegenheit lernte er auch ein der westeuropäischen Kultur diametrales Lebenskonzept kennen, das in der christlichen Lehre der Täufer verankert ist und ein Leben ohne Luxus vorsieht. Der Gesang spielt im sozialen Leben der Amischen eine außerordentlich große Rolle. Durch den gemeinsamen Gesang werden die amischen Werte und amisches Identitätsbewusstsein vermittelt.

Kurzbiographie: Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Nußbaumer, Studium der Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Innsbruck, Dozent für Volksmusikforschung am Innsbrucker Sitz der Universität Mozarteum Salzburg und Leiter des „Fachbereichs Musikalische Ethnologie“ am „Department für Musikwissenschaft“. Zahlreiche Publikationen und Forschungen zu Themen der Volksmusik und Volkskunde in Westösterreich, Südtirol – und zuletzt Iowa.

 

Di, 01.12.2015, 18:15 Uhr, EMuWorkshop

– Leider abgesagt!

Ditlhaka & Skuducai – Eintonpfeifenensembles aus Botswana und Litauen, ein Workshop mit Jürgen Schöpf

Ort: Seminarraum des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie, Universität für Musik und Darstellende Kunst, Ungargasse 14, 2. Stock, 1030 Wien

Eintoninstrumente werden weltweit in vielen Kulturen im Ensemble gespielt. Das einfache Spielprinzip ist zweifelsohne vielfach unabhängig voneinander erfunden worden. Jürgen Schöpf hat 1997, 1999 und 2009 in Feldforschung ein solches – in Botswana „Ditlhaka“ genanntes – Ensemble mit Einton-Pfeifen dokumentieren können. Ein einführender Vortrag wird diese Form fürstlicher Repräsentationsmusik auch mit audiovisuellen Beispielen vorstellen. Danach können wir selbst als Gruppe diese Musik ausprobieren; die Instrumente dazu werden gestellt. Ein ähnlicher Ensembletyp in Litauen stellt das Skuducai dar. Im Kontrast, oder Vergleich, zum Ditlhaka werden hier historische Originalaufnahmen vorgestellt und wir können einige Stücke aus veröffentlichten Transkriptionen spielen.

http://www.musikologie.de/Ditlhaka/Ditlhaka.html

 

Mo, 07.12.2015, 18:00 Uhr, EMuTreffen

Kolam Maduwa – Das Singhalesische Maskenspiel aus Südwest Sri Lanka

Ort: Pausenraum im 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

Einblicke in Lukas Grösels Dissertationsvorhaben mit anschließender Diskussion: Das Kolam Maduwa ist ein singhalesisches Maskenspiel beheimatet in der Südwest-Region Sri Lankas. Es ist im buddhistischen Kontext eingebettet, beinhaltet allerdings auch präbuddhistische, rituell konnotierte Inhalte. In seiner Aufführung werden einerseits weltliche und gesellschaftliche Themen behandelt und andererseits auch Tänze übernatürlicher Wesen, wie den Rakshasa, dargestellt. Der Tanz dieser Rakshasa stellt einen Höhepunkt in der Darbietung dar. Obwohl diese Wesen sehr populär in Sri Lanka sind, und deren Tänze auch außerhalb des Kontexts des Kolam Maduwa aufgeführt werden, wird ihre Stellung in der singhalesischen Kosmologie in der Literatur inkonsistent behandelt. Eine Idee von mir ist es, sich mithilfe der Deutung des Tanzes der Rakshasa ihrer Bedeutung und Stellung in der singhalesischen Kosmologie zu nähern.
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