Archiv für den Monat Dezember 2014

EMuK im Januar 2015

27.01.2015 EMuVortrag: Hein Schoer: The Sounding Museum: Box of Treasures.

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Seminarraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Hein Schoer (www.soundingmuseum.com)

In unserem Entwurf einer auditiven Anthropologie der Amerikas (Schoer/Brabec de Mori/Lewy 2014) diskutieren wir die Möglichkeit der transspezifischen Kommunikation auf der auditiven Ebene.

Aus einem konservativen “Blick”winkel ist jeder, der nicht Teil des Kollektivs ist, ein Nichtmensch, was nicht nur Tiere und Geister einschließt, sondern auch Menschen, die nicht die Kultur des Kollektivs teilen. Für die transkulturelle Vermittlung auditiven Wissens stellen die auditive Anthropologie und Anwendungen wie cultural soundscape composition leistungsfähige Werkzeuge, um einen dialogischen Zugang auch zu komplexen und fremdartigen Gedanken- und Wahrnehmungssystemen zu ermöglichen.
Wir wollen in diesem Vortrag insbesondere der Frage nachgehen, wie field recordings unter Berücksichtigung der Forderung nach coevalness aufbereitet und öffentlich präsentiert werden können.
Zur Illustration werden die Klangkomposition „Two Weeks in Alert Bay“ und weitere (multi-) mediale Elemente aus der „Box of Treasures“ (Schoer 2014) vorgestellt.

21.01.2015 EMuTreffen: Das FWF-Projekt Translingual Discourse in Ethnomusicology (TDE) und andere ethnomusikologische (Online-)Journals

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Seminarraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Univ.-Prof. Mag. Dr. Regine Allgayer-Kaufmann und Ass.-Prof. Mag. Dr. August Schmidhofer stellen das FWF-Projekt Translingual Discourse in Ethnomusicology (TDE) vor.

Translingual Discourse in Ethnomusicology (TDE) ist ein akademisches E-Journal (peer-reviewed), das einen Diskurs über sprachliche Grenzen hinweg fördert. Ethnomusikologische Artikel, die ursprünglich in einer anderen Sprache veröffentlicht wurden und deshalb möglicherweise nicht deren gebührende Anerkennung erlangen konnten, werden erneut in englischer Übersetzung veröffentlicht. Die Artikelauswahl wird nach Vorschlägen eines internationalen Beratungsausschußes vorgenommen und üblicherweise nach Themen und Ausgaben zusammengestellt.

Das FWF-Projekt, welchem das Journal angehört, wird vorgestellt und damit das Gespräch für weitere ethnomusikologische Publikationsplattformen und Forschungsprojekte eröffnet.

Weitere Informationen finden Interessierte auf: https://www.tde-journal.org

Diese Veranstaltung findet mit der freundlichen Unterstützung von ICTM Austria statt.

13.01.2015 EMuTreffen: Der Ethnomusikologische Film

WO? Ort der Veranstaltung: Haidmannsgasse 10/27-28, 1150 Wien

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

In immer mehr ethnomusikologischer Feldforschung werden neben den üblichen Ton-Aufnahmen auch Video-Aufnahmen erstellt. Die Archivierung, Analyse und Auswertung dieses Materials stellt ForscherInnen vor neue Herausforderungen, eröffnet aber auch völlig neue Herangehensweisen und kreative Möglichkeiten.
Für diesen Termin können sich Film-Interessierte EthnomusikologInnen unter http://search.alexanderstreet.com/anthropology/ einen Ausschnitt aussuchen und diesen beim gemeinsamen Treffen vorzeigen und besprechen. Natürlich sind auch eigene Aufnahmen willkommen! Oder komm einfach vorbei und genieße einen Abend mit interessanten Filmausschnitten und guter Musik aus aller Welt.

Advertisements

EMuK im Dezember

02.12.2014 EMuTreffen: Musik Ostasiens

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Pausenraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

 

In diesem Treffen soll Interessierten die Musik Ostasiens (China, Korea, Japan) nähergebracht werden. In Form eines Dialoges bzw. einer interaktiven Diskussion können auftretende Fragen, sowie individuelle Interessen behandelt werden. Christian Lewarth (Koreanologe) und Lukas Park (Sinologe) gehen auf die traditionellen Musiken und Musiktheorien der Region ebenso ein, wie auf die neuere musikwissenschaftliche Forschung Ostasiens (zum Einlesen bitte anhängendes Dokument „East Asia in Oxford Music Online“ beachten).

 

09.12.2014 EMuVortrag: Petraka – Portrait einer Sängerin/Tänzerin in Madagaskar

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Pausenraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Im mittleren Onilahy Tal gibt es verschiedene Tänze, Gesänge und Instrumentalmusik, die zu unterschiedlichen Kontexten „gespielt“ werden – ob bei Heilungszeremonien, Beschneidungszeremonien, Totenfeiern oder am Nationalfeiertag. Anhand eines Porträts der Sängerin und Tänzerin Petraka soll das MusikerInnenleben in dieser Region skizziert werden, sowie ein Einblick in den Tanz und Gesang gegeben werden. Neben geschlechterspezifischen Fragen werden auch der Einfluss von ForscherInnen, MusikmanagerInnen und der Umgang mit dem „Eigentum“ von Musik im Zeitalter der SD-Karte in Madagaskar diskutiert. Es werden mehrere Audio- und Videobeispiele von 2011 und 2014 vorgespielt.

16.12.2014 EMuR/Lausch: Feldforschung und Drogen

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Pausenraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

FeldforscherInnen sind häufig mit Forschungssituationen konfrontiert, in denen Alkohol oder andere (halluzinogene) Rauschmittel eine wichtige Rolle spielen. Berauschte InterviewpartnerInnen, betrunkene SängerInnen, MusikerInnen mit Drogenvisionen sind in Feldaufnahmen ein immer wiederkehrendes „Phänomen“, mit dem man differenziert umgehen muss. Auch der (oft ungewollte aber unvermeidbare) Rauschzustand des Forschers oder der Forscherin beeinflusst das Aufnahmeergebnis maßgeblich.
Bringe Deine rauschenden, berauschenden, berauschten und halluzinogen beeinflussten Feldaufnahmen und die dazugehörigen Hintergrundgeschichten mit. Welchen Gehalt Aufnahmen verschiedenster Teile der Welt unter Drogeneinfluss haben, beziehungsweise welche neuen Blickwinkel auf den musico-sozialen Kontext sie ermöglichen, kann gemeinsam diskutiert und eR/Lauscht werden (siehe auch den angehängten Artikel über Solidarity and Drug Use in Electronic Dance Music).