Archiv für den Monat Mai 2014

Wilkommen bei EMuK!

EMuK bezweckt die Förderung der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit Musik, Tanz und Theater aus allen Regionen der Welt und die Vernetzung und Zusammenarbeit von Nachwuchswissenschaftler_innen in diesem Bereich. Der Ethnomusikologische Kulturverein verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und spricht Interessierte aus verschiedenen Disziplinen an, sich an einem wissenschaftlichen Diskurs über Musik, Tanz und Theater zu beteiligen.
Wir bieten Studierenden und Nachwuchswissenschaftler_innen die Möglichkeit des wissenschaftlichen Austauschs über Musik, Tanz und Theater der Welt. Interessierte können Themen ihrer Wahl in einem außeruniversitären Rahmen präsentieren und mit EMuKolleg_innen diskutieren, reflektieren und Wissen und Erfahrungen austauschen. Die Veranstaltungen finden, wenn nicht anders angegeben, dienstags von 18:00 – ca. 20:00 Uhr statt – in Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft, Uni Wien, oder mit dem Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie, MDW.
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EMuK im Mai & Juni 2014

mittwochs im Pauenraum (MuWi, 1. Stock) oder Seminnarraum (IVE, 2. Stock)

Mi 21.05.2014, 18:00 Pausenraum MuWi

EMuTreffen:
EMu-Identitäten

 

Da EMuK seit nunmehr drei Jahren aktiv ist und sich seither unsere individuellen Identitäten verändert haben, wollen wir über unsere Identität als Verein und über mögliche Perspektiven unserer Zukunft nachdenken. Auch noch-nicht Mitglieder sind herzlich eingeladen mitzudiskutieren!

Mi 28.05.2014, 18:00 Seminarraum
MuWi

EMuVortrag:
Work of Pain. Trauer und Geschlecht in kroatischen Totenklagen

(Mag. Marko Kölbl)

Thema des Vortrags ist das Verhältnis von Gender und Musik am Beispiel von burgenlandkroatischen und  kroatischen Totenklagen. Totenklagen gelten als weibliches Genre. Generell ist rituelle Trauerverarbeitung stark weiblich konnotiert. Marko Kölbl zeigt Rollenzuschreibungen bei rituell religiösen Praktiken auf, und stellt die Frage, wie durch diese Praktiken Genderideologien konstruiert, bestätigt und vermittelt werden.Genderspezifische Trauerformen, „gegendertes“ musikalisches Verhalten und Gendernormativität spielen dabei ineinander.Der Vortrag basiert auf eigenen Feldforschungen und Theorien aus der ethnomusikologischen Minderheitenforschung und den Gender Studies.

Mo 02.06.2014, 15:00 Pausenraum MuWi

EMuTreffen:
Generalversammlung

Mi 11.06.2014, 18:00 Pausenraum MuWi

EMuLiteratur:
Aesthetics as the Iconicity of Style

Steven Feld: “Aesthetics as Iconicity of Style, or ‚Lift-up-over Sounding‘: Getting into the Kaluli Groove”, in:  Yearbook for Traditional Music 20, 1988.

Mi 18.06.2014, 18:00 Pausenraum MuWi

EMuVortrag:
Türkische/Arabische modale Musiktheoriemodelle

Die Idee zu einem Termin zur orientalischen Musiktheorie entstand anlässlich des EMu-Vortrages „Die Theorie nahöstlicher Musik am Beispiel der Oud“ von Ziad Rajab im März dieses Jahres, wo dieses Theoriemodell aus Interpretensicht vorgestellt wurde. Michael Hagleitner wird dieses Theoriesystem für Musikwissenschafter_innen aufbereiten, und die wesentlichen Konzepte insbesondere anhand der osmanischen (türkischen) Musiktheorie erklären, die sich auf die arabischen Theoretiker des 1. Jahrtausends, und auf Pythagoras beruft.Dieser Termin ist auch für Kolleg_innen aus dem historischen Bereich interessant, denn die nahöstliche Musiktheorie bietet Konzepte an, mit denen sich Probleme elegant darstellen lassen, welche die westliche Musiktheorie jahrhundertelang beschäftigt haben, die man im Westen mit mitteltöniger Stimmung und verschiedenen Temperierungsvarianten zu lösen versuchte. Es erlaubt eine Unterscheidung zwischen pythagoräischer Terz  und Naturterz, „großem und kleinem“ Ganzton und Halbton usw. Die kleinste Einheit dieses Theoriemodel ist nicht der Halbton, sondern ein als Komma bezeichneter Neuntelton. Das Modell basiert nicht auf Tonleitern, sondern auf Tetrachorden und Pentakorden, durch deren Kombination eine Vielzahl von modalen Tonarten (Makamlar, Maqamat) beschrieben werden können.

Mi 25.06.2014, 19:00 Seminarraum
MuWi, Uni Wien

EMuVortrag:
Wie Monaco F den Hiphop bayerisch gemacht hat

(MMag. Lorenz Beyer)

Im Vortrag „Wie Monaco F den Hiphop bayerisch gemacht hat“ präsentiert Lorenz Beyer erste Ergebnisse seiner Dissertation „Transkulturelle Musikprozesse in Oberbayern“. Am Beispiel des Rappers und Beatproduzenten Monaco F zeigt er musikalische Glokalisierungsprozesse auf. Monaco F hat sich einer global verbreiteten und damit entbetteten Musikform verschrieben, dem Hiphop. Dennoch ist es ihm wichtig, seine Musik in Bayern zu verorten. Dass er sich zu dieser Wiedereinbettung entschied, ist alles andere als selbstverständlich und hängt mit der Findung seiner Identität zusammen. Wie ihm die Verortung gelingt, zeigt Lorenz Beyer am Beispiel des Tracks „Bierallergie“.