EMuKolloquium

Am Samstag 21. Januar fand ein informelles Treffen im Pausenraum des Instituts für Musikwissenschaft an der Uni Wien, als Austausch aktueller Forschungsgebiete und Themen der aktiven EMuK-Mitglieder statt. Wir erzählten von Plänen für kommende Konferenzen, präsentierten den Forschungs- und Schreibstatus unserer Arbeiten, und brachten uns im EMuK Netzwerk „up2date“.

Hier findet Ihr das Programm 20170121-emukolloquium.

20170121

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Mediterraneo

Konzerte & Workshops im Winter 2016

„Mediterraneo“ ist ein musikkulturelles Projekt das EMuK entworfen hat, um süditalienische Musik kennenzulernen. Im Wintersemester sind drei hochkarätige MusikerInnen aus dem Salento, dem Absatz des italienischen Stiefels, für Konzerte und Workshops eingeladen: Anna Cinzia Villani, Roberto Chiga und Max Però. Sie stellen Gesang und Tanz, Tamburello und Organetto (diatonische Harmonika) vor. Es bietet sich auch die Gelegenheit Privatstunden zu vereinbaren.

Der Salento, die Halbinsel zwischen den zwei Meeren, ist wegen der historischen Berichte über den Tarantismus (Kircher, Goethe) und die Studie „La Terra del Rimorso“ (1961) des italienischen Ethnologen Ernesto de Martino bekannt. Das Symbol des Tarantismus, die Spinne, ist heute das Emblem des World Musik Festivals „Notte della Taranta“, durch das die lokale Musik international gespielt wird.

 

Die Workshops:

8.–9. Oktober

Anna Cinzia Villani
Lieder und Pizzica

EMuK startet die Begegnungen mit der Sängerin und Tänzerin Anna Cinzia Villani. Schwerpunkt des Workshops liegt in der Erkundung der Klangfarbe der Gesangsstimme und der melismatischen Verzierungen von Melodien. Die Lieder werden unter anderem dazu verwendet die Pizzica Pizzica, eine der bekanntesten süditalienischen Tänze zu begleiten. Villani wird einen Einblick in die Codes der Pizzica geben, die zum Symbol einer glokalen Identität geworden ist.

22.–23. November

Roberto Chiga
Traditionelle Spieltechniken des Tamburello

Im November stellt Roberto Chiga das Tamburello vor, eine Rahmentrommel mit Schellen und das wichtigste Begleitinstrument der Pizzica Pizzica. Chiga kennt zahlreiche unterschiedliche Spielweisen der Pizzica, Rhythmen und Spieltechniken, von denen sich in der lokalen Popularmusik die Technik der gedrehten Triole von Pino Zimba (Officina Zoè) durchgesetzt hat.

14.-15. Jänner

Max Però
Pizzica, Stornelli und Tarantella für das Organetto

Für Informationen und Anmeldungen

Sonja Kieser
sonja.kieser@EMuK.at
0043 (0) 650 569 51 52

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EMuK im Jänner 2016

Di, 19.01.2016, 17:30, EMuTreffen

Wissenschaftliche Internetplattformen – Zwischen Recherchetool und Selbstrepräsentation

Ort: Pausenraum 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

Diskussion zu wissenschaftlichen Internetplattformen, wie academia.edu und researchgate.net

 

Di, 26.01.2016, 17:30 EMuLiteratur

ICTM Yearbook / Ethnomusicology 2015

Collective Reading: Diskussion zu verschiedenen Artikeln aus den aktuellen Publikationen ICTM Yearbook 2015 und Ethnomusicology 2015

EMuK im November & Dezember 2015

Di, 17.11.2015, 17:30 Uhr, EMuOrganisation

Besprechung von zukünftigen EMuK-Projekten

Ort: Pausenraum im 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

 

Do, 26.11.2015, 17:30 Uhr, EMuVortrag

Gesangstraditionen bei den Old Order-Amischen in Kalona (Iowa, USA), ein Feldforschungsbericht von Thomas Nußbaumer

Ort: Pausenraum im 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

Der Referent unternahm zwischen 2005 und 2015 vier Exkursionen zu den Old Order Amischen in Kalona, Iowa, um ihre überlieferte Musik aufzuzeichnen: die im Gottesdienst gesungenen „slow tunes“ („langsamen Weisen“), deren Wurzeln in Europa im 16. Jahrhundert liegen, die geistlichen „fast tunes“ der Jugendlichen bei ihren „meetings“ und die Volkslieder, z. T. aus europäischer, z. T. aus der pennsylvaniadeutschen Überlieferung. Bei dieser Gelegenheit lernte er auch ein der westeuropäischen Kultur diametrales Lebenskonzept kennen, das in der christlichen Lehre der Täufer verankert ist und ein Leben ohne Luxus vorsieht. Der Gesang spielt im sozialen Leben der Amischen eine außerordentlich große Rolle. Durch den gemeinsamen Gesang werden die amischen Werte und amisches Identitätsbewusstsein vermittelt.

Kurzbiographie: Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Nußbaumer, Studium der Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Innsbruck, Dozent für Volksmusikforschung am Innsbrucker Sitz der Universität Mozarteum Salzburg und Leiter des „Fachbereichs Musikalische Ethnologie“ am „Department für Musikwissenschaft“. Zahlreiche Publikationen und Forschungen zu Themen der Volksmusik und Volkskunde in Westösterreich, Südtirol – und zuletzt Iowa.

 

Di, 01.12.2015, 18:15 Uhr, EMuWorkshop

– Leider abgesagt!

Ditlhaka & Skuducai – Eintonpfeifenensembles aus Botswana und Litauen, ein Workshop mit Jürgen Schöpf

Ort: Seminarraum des Instituts für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie, Universität für Musik und Darstellende Kunst, Ungargasse 14, 2. Stock, 1030 Wien

Eintoninstrumente werden weltweit in vielen Kulturen im Ensemble gespielt. Das einfache Spielprinzip ist zweifelsohne vielfach unabhängig voneinander erfunden worden. Jürgen Schöpf hat 1997, 1999 und 2009 in Feldforschung ein solches – in Botswana „Ditlhaka“ genanntes – Ensemble mit Einton-Pfeifen dokumentieren können. Ein einführender Vortrag wird diese Form fürstlicher Repräsentationsmusik auch mit audiovisuellen Beispielen vorstellen. Danach können wir selbst als Gruppe diese Musik ausprobieren; die Instrumente dazu werden gestellt. Ein ähnlicher Ensembletyp in Litauen stellt das Skuducai dar. Im Kontrast, oder Vergleich, zum Ditlhaka werden hier historische Originalaufnahmen vorgestellt und wir können einige Stücke aus veröffentlichten Transkriptionen spielen.

http://www.musikologie.de/Ditlhaka/Ditlhaka.html

 

Mo, 07.12.2015, 18:00 Uhr, EMuTreffen

Kolam Maduwa – Das Singhalesische Maskenspiel aus Südwest Sri Lanka

Ort: Pausenraum im 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

Einblicke in Lukas Grösels Dissertationsvorhaben mit anschließender Diskussion: Das Kolam Maduwa ist ein singhalesisches Maskenspiel beheimatet in der Südwest-Region Sri Lankas. Es ist im buddhistischen Kontext eingebettet, beinhaltet allerdings auch präbuddhistische, rituell konnotierte Inhalte. In seiner Aufführung werden einerseits weltliche und gesellschaftliche Themen behandelt und andererseits auch Tänze übernatürlicher Wesen, wie den Rakshasa, dargestellt. Der Tanz dieser Rakshasa stellt einen Höhepunkt in der Darbietung dar. Obwohl diese Wesen sehr populär in Sri Lanka sind, und deren Tänze auch außerhalb des Kontexts des Kolam Maduwa aufgeführt werden, wird ihre Stellung in der singhalesischen Kosmologie in der Literatur inkonsistent behandelt. Eine Idee von mir ist es, sich mithilfe der Deutung des Tanzes der Rakshasa ihrer Bedeutung und Stellung in der singhalesischen Kosmologie zu nähern.

EMuK im Mai und Juni

Mittwoch, 13. Mai 2015, 17:00 Uhr

EMuVortrag

Marc-Antoine Camp: Vissungo: Varying Contexts, Changing Sounds

Pausenraum 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

Vissungo are vocal expressions with traces from Central African cultures in the region of Diamantina, Minas Gerais, Brazil. They were used for various occasions in public spaces, such as the mining of diamantes. Today, however, vissungo are sung only sporadically, in responsorial forms, during the transport of dead persons from settlements to the central village’s cemetery. Musically, the songs are characterised both by rhythmic-melodic elements and by linguistic elements of Central African descent, introduced by slaves into the region during the 18th century. I will show with acoustical and visual means the varying sounds and contexts of vissungo performance during its documented history since the 1930s. The report is based on extensive fieldwork in the region since 1997 and archival.

Diese Diskussion zur Lehrveranstaltung, die am Vormittag von 10:00 bis 12:30 Uhr an der MDW, C 211 stattfindet, wird in englischer Sprache abgehalten.

Sonntag, 17. Mai 2015, 15:30 Uhr

EMuVortrag

Christoph Baumann: Kompositions-Projekt „Wysel“

Seminarraum 3. Stock, Institut für Komposition und Elektroakustik, Rienößlgasse 12, 1040 Wien

„Wysel“ ist eine multimediale lüpfige Bildreise durch die Flegeljahre der Ländlermusik mit einem spannenden Konzept und faszinierendem Bühnenbild. In diesem EMuVortrag wird Prof. Christoph Baumann die Entstehung und die Methode der Verbindung zwischen Schweizer Volksmusik, moderner Komposition und Jazz vorstellen. Online findet man Video- [http://www.art-tv.ch/8866-0-Theater-Uri-Wysel.html] und Hörbeispiele [https://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/christoph-baumann-wysel-remix-kleiner-hoellenritt-durch-die-flegeljahre-der-laendlermusik-in-sieben-parts/hnum/4183238].

Dienstag, 2. Juni 2015, 18:00 Uhr

EMuLiteratur

Preparations for the 43rd ICTM World Conference 2015 in Astana / Kazakhstan

Pausenraum 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

Marko Kölbl, Wei-ya Lin, and Nora Bammer will be discussing their approaches to their conference contributions:

Engendering Musical Identities: Cultural Empowerment and Gender Agency. Ethnomusicological Perspectives

Round Table: The Performance of Spirits – An Auditory Anthropology of Creating Movement and Sound

Dienstag, 23. Juni 2015, 18:00 Uhr

EMuDiskussion

Lukas Park: Presentation of the Dissertation „Tonality of Hua’er“

Pausenraum 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

Lukas Park wird Methoden, Theorien, und Ergebnisse seiner Dissertation vorstellen. Zweck dieses Treffens ist eine kritische Diskussion und differenzierte Beleuchtung dieser Aspekte. Wir freuen uns auf spannende Kommentare seitens aller Diskussionsteilnehmer/innen.

Mittwoch, 1. Juli 2015, 18:00 Uhr

EMuGeneralversammlung

Einladung zur jährlichen Hauptversammlung

Pausenraum 1. Stock, Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9, 1090 Wien

– Jahresabschluss und Entlastung des Vorstandes

– Jahresberichte

– Wahl des neuen Vereinsvorstandes

– Ausblick WS 2015/2016

EMuK im April

Dienstag, 14. April 2015

EMuVortrag: Buchvorstellung – Studien zur gesanglichen Stimmgebung in der traditionellen Musik Koreas: pômp’ae

WO? Pausenraum (Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 24, Hof 9)

WANN? Dienstag, 14. April 2015 um 18:00 Uhr

Dr. Eun-Yeon Yang

Ende 2014 erschien in der Wiener Reihe Vergleichende Musikwissenschaft der 8. Band: Studien zur gesanglichen Stimmgebung in der traditionellen Musik Koreas: pômp’ae. Die Musikwissenschaftlerin Eun-Yeong Yang wird über ihre Erfahrungen, die diesem Buch zugrunde liegen, erzählen. Es handelt sich dabei um die erste deutschsprachige Monographie zur buddhistischen Ritualmusik Koreas. Die Autorin, die selbst Unterricht im Ritualgesang genommen hat, stellt ihre Untersuchungen in das Gesamtkonzept der buddhistischen Ritualmusik Koreas. Neben Tonbeispielen und Analyse-Methoden wird Eun-Yeong Yang über ihre Feldforschungen berichten.

Dr. Eun-Yeong Yang studierte Lied und Oratorium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie Vergleichend-Systematische Musikwissenschaft an der Universität Wien. Sie lehrte an Universitäten in Korea und ist Lehrbeauftragte an der Universität Wien.

EMuK im April

Dienstag, 28. April 2015:

EMuFilm

WO? Nähere Infos zum Ort dieser Veranstaltung sind bitte über Email an office@emuk.at zu erfragen!

WANN? Dienstag, 28. April 2015 um 18:00 Uhr

In gemütlicher Atmosphäre schauen wir uns ausgewählte ethnomusikologische Filme an und diskutieren sie inhaltlich und theoretisch. Wer selbst einen Film mitbringen möchte, kann den Tipp gerne bei der Anmeldung mitschicken.

EMuK im März

Dienstag, 17. März 2015 EMuLiteratur: ICTM Yearbook 2014 – Collective Reading

WO? Ort der Veranstaltung: Pausenraum (Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 24, Hof 9)

WANN? 18:00 Uhr

In kurzen Impulsreferaten verschaffen wir uns gemeinsam einen Überblick zu Themen aus dem aktuellen ICTM Yearbook und diskutieren relevante Inhalte und zukunftsweisende Trends. Wir freuen uns auf rege Beteiligung aller die auf dem neuesten Stand der (ethnomusikologischen) Dinge sein wollen und sich mit Entwicklung und Inhalten dieses Faches auseinandersetzen wollen.

Samstag, 7. März 2015 EMuWorkshop: Traditional Basque Singing

WO? Ort der Veranstaltung: Hörsaal 1 (Institut für Musikwissenschaft, Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 24, Hof 9)

WANN? 10:0017:30 Uhr

Die baskischen Musiker, Ander und Imanol Zabaleta Altuna, werden uns einen Einblick in die baskische Mehrstimmigkeit geben, indem sie uns ausgewählte Lieder aus dem traditionellen baskischen Repertoire beibringen. Mit den Musikern werden wir strukturell und inhaltlich zu den Liedern arbeiten. Ein Fokus liegt auf den soziokulturellen Hintergründen der Texte und wie die Musiker diese verarbeiten und vermitteln. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Struktur in musikalischer Gestaltung, Klang und dem lokalen Ausdruck der Lieder (Workshopsprache: Englisch).

Zusätzlich gibt es am Vorabend, 6. März, ein Doppelkonzert der Musiker mit diatonischem Akkordeon, Dudelsack und Pandero (Tamburin) im “Centimeter 7”. Das Balfolk beginnt um 19:30 mit einem Tanzworkshop zu bretonischen Tänzen.

Hinweis: Doppelkonzert belgisches und baskisches Balfolk (Veranstalter: Eulenspiel)

Wann? 6.3.2015 19:30 Uhr

Wo? Centimeter 7 (Währingerstr. 1, 1180 Wien)

EMuK im Januar 2015

27.01.2015 EMuVortrag: Hein Schoer: The Sounding Museum: Box of Treasures.

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Seminarraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Hein Schoer (www.soundingmuseum.com)

In unserem Entwurf einer auditiven Anthropologie der Amerikas (Schoer/Brabec de Mori/Lewy 2014) diskutieren wir die Möglichkeit der transspezifischen Kommunikation auf der auditiven Ebene.

Aus einem konservativen “Blick”winkel ist jeder, der nicht Teil des Kollektivs ist, ein Nichtmensch, was nicht nur Tiere und Geister einschließt, sondern auch Menschen, die nicht die Kultur des Kollektivs teilen. Für die transkulturelle Vermittlung auditiven Wissens stellen die auditive Anthropologie und Anwendungen wie cultural soundscape composition leistungsfähige Werkzeuge, um einen dialogischen Zugang auch zu komplexen und fremdartigen Gedanken- und Wahrnehmungssystemen zu ermöglichen.
Wir wollen in diesem Vortrag insbesondere der Frage nachgehen, wie field recordings unter Berücksichtigung der Forderung nach coevalness aufbereitet und öffentlich präsentiert werden können.
Zur Illustration werden die Klangkomposition „Two Weeks in Alert Bay“ und weitere (multi-) mediale Elemente aus der „Box of Treasures“ (Schoer 2014) vorgestellt.

21.01.2015 EMuTreffen: Das FWF-Projekt Translingual Discourse in Ethnomusicology (TDE) und andere ethnomusikologische (Online-)Journals

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Seminarraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Univ.-Prof. Mag. Dr. Regine Allgayer-Kaufmann und Ass.-Prof. Mag. Dr. August Schmidhofer stellen das FWF-Projekt Translingual Discourse in Ethnomusicology (TDE) vor.

Translingual Discourse in Ethnomusicology (TDE) ist ein akademisches E-Journal (peer-reviewed), das einen Diskurs über sprachliche Grenzen hinweg fördert. Ethnomusikologische Artikel, die ursprünglich in einer anderen Sprache veröffentlicht wurden und deshalb möglicherweise nicht deren gebührende Anerkennung erlangen konnten, werden erneut in englischer Übersetzung veröffentlicht. Die Artikelauswahl wird nach Vorschlägen eines internationalen Beratungsausschußes vorgenommen und üblicherweise nach Themen und Ausgaben zusammengestellt.

Das FWF-Projekt, welchem das Journal angehört, wird vorgestellt und damit das Gespräch für weitere ethnomusikologische Publikationsplattformen und Forschungsprojekte eröffnet.

Weitere Informationen finden Interessierte auf: https://www.tde-journal.org

Diese Veranstaltung findet mit der freundlichen Unterstützung von ICTM Austria statt.

13.01.2015 EMuTreffen: Der Ethnomusikologische Film

WO? Ort der Veranstaltung: Haidmannsgasse 10/27-28, 1150 Wien

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

In immer mehr ethnomusikologischer Feldforschung werden neben den üblichen Ton-Aufnahmen auch Video-Aufnahmen erstellt. Die Archivierung, Analyse und Auswertung dieses Materials stellt ForscherInnen vor neue Herausforderungen, eröffnet aber auch völlig neue Herangehensweisen und kreative Möglichkeiten.
Für diesen Termin können sich Film-Interessierte EthnomusikologInnen unter http://search.alexanderstreet.com/anthropology/ einen Ausschnitt aussuchen und diesen beim gemeinsamen Treffen vorzeigen und besprechen. Natürlich sind auch eigene Aufnahmen willkommen! Oder komm einfach vorbei und genieße einen Abend mit interessanten Filmausschnitten und guter Musik aus aller Welt.

EMuK im Dezember

02.12.2014 EMuTreffen: Musik Ostasiens

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Pausenraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

 

In diesem Treffen soll Interessierten die Musik Ostasiens (China, Korea, Japan) nähergebracht werden. In Form eines Dialoges bzw. einer interaktiven Diskussion können auftretende Fragen, sowie individuelle Interessen behandelt werden. Christian Lewarth (Koreanologe) und Lukas Park (Sinologe) gehen auf die traditionellen Musiken und Musiktheorien der Region ebenso ein, wie auf die neuere musikwissenschaftliche Forschung Ostasiens (zum Einlesen bitte anhängendes Dokument „East Asia in Oxford Music Online“ beachten).

 

09.12.2014 EMuVortrag: Petraka – Portrait einer Sängerin/Tänzerin in Madagaskar

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Pausenraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

Im mittleren Onilahy Tal gibt es verschiedene Tänze, Gesänge und Instrumentalmusik, die zu unterschiedlichen Kontexten „gespielt“ werden – ob bei Heilungszeremonien, Beschneidungszeremonien, Totenfeiern oder am Nationalfeiertag. Anhand eines Porträts der Sängerin und Tänzerin Petraka soll das MusikerInnenleben in dieser Region skizziert werden, sowie ein Einblick in den Tanz und Gesang gegeben werden. Neben geschlechterspezifischen Fragen werden auch der Einfluss von ForscherInnen, MusikmanagerInnen und der Umgang mit dem „Eigentum“ von Musik im Zeitalter der SD-Karte in Madagaskar diskutiert. Es werden mehrere Audio- und Videobeispiele von 2011 und 2014 vorgespielt.

16.12.2014 EMuR/Lausch: Feldforschung und Drogen

WO? Ort der Veranstaltung: Institut für Musikwissenschaft (Universitätscampus AAKH, Spitalgasse 2-4, Hof 9), Pausenraum (1. Stock)

WANN? Beginn der Veranstaltung: 18:00 Uhr

FeldforscherInnen sind häufig mit Forschungssituationen konfrontiert, in denen Alkohol oder andere (halluzinogene) Rauschmittel eine wichtige Rolle spielen. Berauschte InterviewpartnerInnen, betrunkene SängerInnen, MusikerInnen mit Drogenvisionen sind in Feldaufnahmen ein immer wiederkehrendes „Phänomen“, mit dem man differenziert umgehen muss. Auch der (oft ungewollte aber unvermeidbare) Rauschzustand des Forschers oder der Forscherin beeinflusst das Aufnahmeergebnis maßgeblich.
Bringe Deine rauschenden, berauschenden, berauschten und halluzinogen beeinflussten Feldaufnahmen und die dazugehörigen Hintergrundgeschichten mit. Welchen Gehalt Aufnahmen verschiedenster Teile der Welt unter Drogeneinfluss haben, beziehungsweise welche neuen Blickwinkel auf den musico-sozialen Kontext sie ermöglichen, kann gemeinsam diskutiert und eR/Lauscht werden (siehe auch den angehängten Artikel über Solidarity and Drug Use in Electronic Dance Music).